DKP Kreis linker Niederrhein

Ist der Kölner Skandal auch ein Krefelder?

Die Medien quellen über vom "SPD-Skandal" in Köln. Das war öffentlich geworden: Die Fa. Trienekens hatte bei der Errichtung einer Müllverbrennungsanlage die in Köln regierende SPD mit "Spenden" bedacht (aber in Richtung Korruption wird nicht ermittelt!). Ein Einzelfall?

"Ich glaube nicht, daß Köln so anders ist als andere Großstädte", sagte der Düsseldorfer Parteienforscher Prof. Ulrich von Alemann in einem dpa-Gespräch. Da wird er wohl Recht haben. Und vielleicht betrifft das auch Krefeld.

Erinnern wir uns: 1989 wurde die Krefelder Müllverbrennungsanlage und das Klärwerk "teilprivatisiert". Obwohl (oder weil) die Stadt Krefeld in den Jahren zuvor mit dem Müll Millionengewinne gemacht hatte. Die Krefelder Müllverbrennungsanlage ging damals an die Fa. HST (Holzmann, Schömackers + Trienekens) und zwar ohne das die CDU-regierte Stadt Krefeld ein Ausschreibungsverfahren durchführte. Dabei gab es damals durchaus noch andere Firmen, die an der gewinnversprechenden Anlage Interesse hatten. Das wurde damals bereits kritisch in der Lokalpresse berichtet, zumal ein Gutachten, mit dem damals die Stadt Krefeld beweisen wollte, daß bei einer Privatisierung eine Ausschreibungsverfahren nicht nötig ist, nicht von der Stadt in Auftrag gegeben wurde. Nein: Auftraggeber des Gutachtens war die begünstigte Fa. HST. Zudem fiel auf, daß es deutliche Querverbindungen zwischen HST und CDU gab. Der Rechtsanwalt der Fa. Holzmann, Schömackers + Trienekens war der Vorsitzende der Krefelder CDU-Wirtschaftsvereinigung Kähler. Und Geschäftsführer von Schömackers war ein einflußreicher CDU-Ratsherr aus Kempen.

Ob das damals wohl alles ohne "Spenden" an die Krefelder CDU gelaufen ist? War die Krefelder CDU da wirklich so wenig "geschäftstüchtig", daß sie das umsonst gemacht hat, was sich die Kölner SPD gut "bezahlen" ließ?

Zurück