Veranstaltung gegen Fremdenfeindlichkeit in Vorst

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Rede Christel Tomschak Vorst 16.07.2015In der 23. Kw waren in Vorst im unmittelbaren Umfeld des Flüchtlingsheimes an Hauswänden und auf der Straße ausländerfeindliche Parolen aufgetaucht. Darüber hinaus hatte die NPD mit Flugblättern in den Briefkästen der in unmittelbarer Nähe zum Flüchtlingsheim befindlichen Häuser gegen die Asylbewerber versucht zu mobilisieren.

Gegen diese Schmierereien und Provokationen regte sich unmittelbarer Widerstand von kirchlicher Seite und aus den Reihen der Stolpersteininitiative Vorst, die zu einer antirassistischen  und antifaschistischen Kundgebung für den 18.07. um 20:00 Uhr auf dem Vorster Marktplatz vor der Kirche mobilisierten.

Diese Veranstaltung am vergangenen Donnerstag war ein großer Erfolg. Nicht, wie die Presse schreibt, 250 Teilnehmer konnten begrüßt werden, sonder mehr als die doppelte Teilnehmerzahl hat in Vorst ein eindrucksvolles Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Faschismus gesetzt. Dies vor allem auch durch den engagierten und klugen Redebeitrag unserer Genossin Christel, die neben den beiden Pfarrern der beiden christlichen Kirchen, als einzige gesprochen hat.

Christel hat in ihrem Redebeitrag die wesentlichen Inhalte antifaschistischer Politik benannt und ihr Aufruf nun gemeinsam, ausgehend von dieser Manifestation, in Vorst ein breites antifaschistisches Bündnis auf die Beine zustellen, wurde von den Zuhörern mit großer Zustimmung aufgenommen.

Diese Aktion ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie es gelingen kann mit langem Atem und kluger Politik eine wirklich breite Basis im antifaschistischen Kampf auf die Beine zu stellen. Ohne die vielen kleinen Schritte der Stolpersteininitiative in Vorst, in der ja Christel und Manni prominent mitarbeiten, wäre eine solch breit getragene und von der Vorster Bevölkerung sehr gut angenommene Veranstaltung wohl kaum möglich gewesen.

Nun sind die Inhalte gesetzt und es wird an uns liegen, ob und wie es gelingt diese Inhalte weiter zu tragen und diesen ersten Aufschlag zu einem dauerhaften Erfolg werden zu lassen. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind dauerhafte Symptome der bürgerlichen Gesellschaft. Unter anderem sie bereiten den Nährboden auf dem sich die Faschisten breit machen. Das kapitalistische System ist der Rahmen in dem sich das abspielt.
Wenn es uns gelingt diesen Zusammenhang immer wieder deutlich zu machen, dann werden wir unserer Verantwortung als Kommunistinnen und Kommunisten gerecht.

Peter (Willich)

» Bericht auf RP-Online