Gut behütet morden mit Ursula

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Krefeld, 02.07.2014

Drohnen mordenUrsula von der Leyen sorgt sich um Kindergärten, Familientauglichkeit der Armee und um die Sicherheit ihrer "Jungs und Mädels". Als Chefin des bewaffneten Arms der deutschen Monopolbourgeoisie (so ungefähr charakterisierte unser Bundespfarrer Gauck kürzlich - wenn auch meines Wissens mit anderen Worten - die Bundeswehr) ist es ja auch ihre Pflicht, sich um das Wohlergehen ihrer Untergebenen zu kümmern.

Nun wissen wir seit Orwells Roman "1984", daß es eine Herrschaftspraxis ist, etwas sprachlich in sein Gegenteil zu verkehren: »Krieg« ist »Frieden«. Und so sollten wir uns nicht wundern, wenn von der Leyen beim Werbespot für Kampfdrohnen vom Nachrichtensender n-tv (Bertelsmann-Konzern) mit der Erkenntnis zitiert wird: "Drohnen können Leben schützen". Im neuen, groß gewordenen Deutschland (was eigentlich ist denn wirklich neu - wäre noch zu fragen) haben wir bereits von CDUCSUSPDGRÜNE gelernt, daß wir mit Gauck wieder bereit sind, "mehr Verantwortung in der Welt" zu übernehmen. Wie gut daher, daß wir die Unverantwortlichkeit abgelegt haben, die darin bestand, "Nie wieder Krieg!" zu sagen und zu wollen. Also sollten wir nun noch lernen, die Pflugscharen schleunigst wieder in Schwerter zu verwandeln, um nicht weiterhin uns vor der Verantwortung zu drücken, im Namen der deutschen Standortinteressen in der weiten Welt Menschenrechte, Frieden und das Wohlergehen der Truppe dadurch zu schützen, in dem wir am Joystick gut behütet Raketen auf zukünftige Kollateralschäden abfeuern. Denn der »Tod« ist das eigentliche »Leben« und der Imperialismus ist friedensfähig!

Ursula von der Leyens Gesprächspartner bei n-tv, Heiner Bremer, äußerte im Interview das folgende: "Die Drohne ist deshalb notwendig [...], weil sie - anders ausgedrückt - unnötige Menschenleben verhindert." So schaffte er es mittels eines Versprechers, doch noch etwas Wahres zu sagen. (hier ein Link zum Interview)

Jürgen, Krefeld