Wessen Präsident?

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Viersen, 17. März 2012

Der Klinkerhausbesitzer Wulff wird nun wohl darüber hinweg kommen müssen, daß die Zahl seiner vielen einladungsfreudigen Freunde drastisch abnehmen wird. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

BILD Dir Deinen Gauck ...Daß sich ein Politiker von reichen Freunden aushälten lässt, das ist für uns alle doch keine besonders orginelle Erkenntnis mehr. Aber das ist bei weitem nicht das, was wir Kommunisten als Herrschaft des Kapitals bezeichnen. Letzteres zeigt sich eher dabei, wie Wulffs Nachfolger gekürt wurde. Es waren die Eigentümer der Monopolpresse, allen voran das Haus Springer, die Gauck als "Präsident der Freiheit" herbeischrieben. Die Eigentümer von BILD-Zeitung und Co. haben demonstriert, daß sie in der Lage sind, einen Bundespräsidenten abzusetzen und einen neuen einzusetzen. Und diese Fähigkeit auf Basis ihrer ökonomischen Macht zu haben, das ist es, was ihr Kandidat Joachim Gauck als "Freiheit" versteht. Für reale Demokratie, mit den Interessen der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung, hatten weder Wulff noch Gauck (der - wie bekannt - auch so seine Freunde hat...) viel am Hut. Ich spare mir, zu überlegen, wer von beiden mir lieber wäre. Freude bereitet eher, daß selbst die BILD bekannt geben musste, daß ihre Vergauckungs-Kampagne nicht so erfolgreich war, wie es die riesige Kampagne erwarten liess: Bei einer Umfrage, ob sie Gauck wählen würden, reichte es lediglich zu 46% und bei den Ostdeutschen gar zu nur 37%.

Heinrich, Viersen