Georg Tomschak

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Am 22. Juli 2004 starb unser Genosse Georg Tomschak mit 79 Jahren. Georg war ein bekannter Kommunist in Kreis Viersen, vor allem an seinem Wohnort Vorst.


Aus den Erfahrungen des Weltkriegs war sein Thema der Friede. 1949 kam er aus sowjetischer Gefangenschaft zurück, wurde Bergmann im Ruhrgebiet und politisch aktiv. Er engagierte sich in der Jugendbewegung, vor allem bei der Volksbefragung gegen die Remilitarisierung, schließlich trat er der KPD bei. Hier lernte er seine Christel kennen und nach der Heirat siedelte er über nach Vorst, wo Christels Vater ein bekannter KPD-Verordneter war. Er arbeitet nun  als Einschaler und als aktiver Gewerkschafter wurde er schnell Zahlstellenvorstand bei der IG Bau. Hier am Niederrhein beteiligte er sich vor allem aktiv an den Aktionen gegen Sprenglöcher. Damals, in der 50ern hatte die US-Armee hier am Niederrhein an etlichen Stellen Sprengschächte angelegt. Sie sollten kleine Atombomben aufnehmen, die im Kriegsfall gezündet werden sollten, um so den Rhein aufzustauen und eine künstliche Sumpflandschaft zu erzeugen, die für Panzer usw. nicht zu überwinden wäre. Dagegen gab es Aktionen. Gruppen schütteten die Spenglöcher mit Schutt und Beton zu. Hierbei war auch Georg aktiv.
Nach dem Verbot der KPD wurde Georg mehrfach inhaftiert. Aber seine Überzeugung konnte das nicht brechen. Bei der Gründung der DKP war er einer der Ersten und er wurde Vorsitzender der DKP-Gruppe Tönisvorst. Bis zu seinem Tode blieb Georg in der DKP aktiv.
Wir werden ihn nicht vergessen.