Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil

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Kolleginnen und Kollegen von Cargill im Uerdinger Rheinhafen im unbefristeten Streik.Streik bei Cargill

Das was die Unternehmensseite als letztes Angebot bezeichnet hatte war eine reine Provokation. Den Kolleginnen und Kollegen bei Cargill blieb kaum eine andere Möglichkeit als die des Streiks, wollten sie sich nicht mit Brosamen vom Tisch der Reichen abspeisen lassen. Nachdem der Flächentarifvertrag durch Tarifflucht der Kapitalseite gekippt wurde, geht es nun um einen Haustarifvertrag. Über 90% der organisierten Kolleginnen und Kollegen hatten dem Streik zugestimmt - Mo., 21.09. um 13:30 Uhr ging es los.

Weite Teile der Produktion im Werk waren lahmgelegt. Die Unternehmerseite reagierte gereizt und wollte die Streikposten vor dem Werk, die schon auf die andere Straßenseite ausweichen mussten, auf die "Grüne Wiese" weg vom Betriebstor verbannen. Die Kolleginnen und Kollegen ließen sich aber nicht einschüchtern und blieben. Das stärkt die Moral.

Trotz schlechten Wetters war die Stimmung gut und angesichts der guten Streikbeteiligung sind die Kolleginnen und Kollegen auch immer davon ausgegangen in kurzer Zeit auch Wirkung zu erzielen.

Unsere Solidarität war gefagt und wir haben Sie zu den Streikposten geragen. Jubelnd wurde der DKP-Kreisvorsitzende bereits zwei Stunden nach Streikbeginn empfangen, der eine Solidaritätsbotschaft überbrachte und dort verlas.DKP Solidarität

Ein geplanter zweiter Besuch von uns am Samstag, den 26.09., nach unserem Infostand war dann schon gar nicht mehr nötig und möglich.

Angesichts der ungebrochenen Breite der Streikbereitschaft der Kolleginnen und Kollegen im Betrieb, legte die Unternehmensleitung am dritten Streiktag ein Angebot vor, dass den Forderungen der Kolleginnen und Kollegen weitestgehend entgegen kam. Der Streik wurde unterbrochen und in neuen Verhandlungen konnte ein unterschriftsreifes Ergebnis erzielt werden.

Es gibt ja nicht so viele Beispiele in der letzten Zeit, dass Streikkämpfe mit einem derartigen Erfolg bestritten werden. Um so höher ist dieses Ergeniss einzuschätzen. Denn letztlich haben die Kolleginnen und Kollegen nicht nur für ihre Löhne gestreikt sondern auch im Interesse von uns allen. Sie haben sich nicht von den Unternehmern kleinkriegen lassen und haben den Millionären die einzige Waffe entgegengesetzt, die wir haben: die Solidarität der Millionen.

 

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