Ein Jahr Kathstede oder 10 Jahre Bücherei Uerdingen

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Krefeld, 02.05.2013

Wir müssen uns entscheiden!
Ein Jahr Kathstede oder 10 Jahre Bücherei Uerdingen

Menschenkette vor der Bibliothek Uerdingen, 26.1.2013Bestandteil der „Sparliste“, die den Krefelder Bürgerinnen und Bürgern von der Politik zugemutet wird ist u.a. auch die Schließung der Bücherei in Uerdingen. 30.000,00 € sollen dadurch im Jahr „eingespart“ werden. (Das alleine ist schon eine Unverschämtheit, denn hier heißt Einsparen ganz konkret Vernachlässigung von Kultur und Bildung).

Nun wird aber zeitgleich bekannt, dass es möglich wäre, die Amtszeit von Herrn Kathstede um ein Jahr zu verkürzen und die kommende Kommunalwahl mit der nächsten OB-Wahl auf einen Tag zu legen. Einsparmöglichkeit bis zu 300.000,00 €. Und das wäre dann wenigstens eine richtige Einsparung.

Also die Entscheidung lautet: Halten wir die Bücherei in Uerdingen für die kommenden 10 Jahre aufrecht oder leisten wir uns ein Jahr länger Herrn Kathstede?

Da fällt mir die Entscheidung nicht schwer. Wir sollten uns ein weiteres Jahr Kathstede sparen. Herr Kathstede hätte ja auch noch die Möglichkeit, wieder gewählt zu werden. Ist die Bücherei aber erst einmal zu, dann ist es vorbei. Zumal es offensichtlich bereits Begehrlichkeiten von Seiten des Uerdinger Heimatbundes von Ratsherrn Jakubowski (CDU) gibt.

Also, Herr OB, stimmen Sie zu, dass die OB Wahl um ein Jahr auf den Termin der Kommunalwahl vorgezogen wird und stattdessen der Fortbestand der Bücherei Uerdingen für mindestens 10 Jahre gesichert wird. Sie würden damit Uerdingen und der Kultur und Bildung in unserer Stadt einen großen Gefallen tun. Und mal sehen, ob die Krefelder Bürgerinnen und Bürger Ihnen diesen Gefallen dadurch vergelten, dass Sie trotz der Finanzskandale zum Beginn dieser Amtsperiode wiedergewählt werden. Und falls nicht, dann werden Sie wenigstens in die Geschichte unserer Stadt eingehen als der OB, der ein Jahr seiner Amtszeit mal wirklich vollumfänglich den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt geschenkt hat.

Ändern wird sich eh nicht viel, wenn Frank Meyer statt Ihrer OB werden sollte. Das Regieren gegen uns und für die Krefelder Industrie und die Reichen und Wohlhabenden wird weiter gehen. Und die SPD ist ja bekannt dafür, dass sie dann auch noch versucht, die CDU bei den Sozialkürzungen zu toppen – siehe Agenda 2010 mit den Hartz Gesetzen. Ändern wird sich erst dann etwas, wenn die Krefelderinnen und Krefelder ihre Interessen mal selber in die Hand nehmen.

Diana, Krefeld-Uerdingen